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Fehlsichtigkeit: A bis Z

Die menschlichen Augen sind faszinierende Organe, die uns ermöglichen, die Welt in all ihren Farben und Formen zu sehen. Aber was passiert, wenn unser Sehvermögen beeintrÀchtigt ist?

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Was ist Fehlsichtigkeit?

‍Fehlsichtigkeit bezeichnet die UnfĂ€higkeit des Auges, Lichtstrahlen korrekt zu brechen und sie auf die Retina (Netzhaut) zu fokussieren, was zu unscharfem Sehen fĂŒhrt. Sie tritt auf, wenn die Form des Auges, die Linse oder beides nicht perfekt sind.

Unterschiede zur normalen Sehkraft

‍Ein normales oder "emmetropes" Auge hat die FĂ€higkeit, Licht genau auf die Retina zu fokussieren, was zu klarem Sehen fĂŒhrt. Fehlsichtigkeit hingegen verschiebt den Brennpunkt des Lichts, sodass er entweder vor oder hinter der Retina liegt.

Historische Perspektiven

Historische Erkennung und Behandlung von Fehlsichtigkeit

‍Die Geschichte der Erkennung von Sehproblemen reicht Tausende von Jahren zurĂŒck. Schon im alten Rom und Griechenland gab es einfache GerĂ€te, um die Sehkraft zu korrigieren. Im Mittelalter entstanden die ersten VorlĂ€ufer moderner Brillen in Italien.

BerĂŒhmte Persönlichkeiten mit Sehstörungen

‍Viele historische Persönlichkeiten, darunter auch Gelehrte wie Johannes Kepler, hatten mit Fehlsichtigkeit zu kĂ€mpfen. Ihre Geschichten können inspirieren und zeigen, dass Fehlsichtigkeit kein Hindernis fĂŒr Großes sein muss.

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Relevanz und Auswirkungen

Statistiken zur globalen Fehlsichtigkeit

‍Milliarden von Menschen weltweit leiden unter irgendeiner Form von Fehlsichtigkeit. Es wird geschĂ€tzt, dass beispielsweise etwa 1 von 3 Menschen kurzsichtig und 1 von 4 weitsichtig ist.

Auswirkungen auf die LebensqualitÀt

‍Fehlsichtigkeit kann die QualitĂ€t des tĂ€glichen Lebens erheblich beeinflussen, von Schwierigkeiten beim Lesen ĂŒber Probleme beim Autofahren bis hin zu Herausforderungen in der Schule oder bei der Arbeit. DarĂŒber hinaus können emotionale und psychologische Auswirkungen entstehen, da klare Sicht oft mit UnabhĂ€ngigkeit und Selbstvertrauen verbunden ist.

Struktur des Auges

Bau des menschlichen Auges

‍Das Auge ist eines der komplexesten und faszinierendsten Organe des menschlichen Körpers. Von außen nach innen gliedert es sich in verschiedene Schichten: Die Ă€ußere schĂŒtzende Schicht besteht aus der Hornhaut und der Sklera (weißer Teil des Auges). Innerhalb davon befinden sich die Iris (farbiger Teil des Auges), die Pupille (zentrale Öffnung) und die Linse. Der innerste Bereich wird durch die Netzhaut gebildet, auf der die lichtempfindlichen Zellen liegen.

Die "Kamera" des Körpers

‍Das menschliche Auge kann mit einer Kamera verglichen werden. Die Hornhaut und die Linse fokussieren das Licht, Ă€hnlich wie das Objektiv einer Kamera. Die Retina dient als "Film", der das Bild aufzeichnet. Der Sehnerv ĂŒbertrĂ€gt dieses "Bild" dann an das Gehirn zur Interpretation.

Funktionsweise des Sehprozesses

Lichtbrechung und Fokussierung

‍Wenn Lichtstrahlen in das Auge eintreten, werden sie zuerst durch die Hornhaut, dann durch die Linse gebrochen und schließlich auf die Netzhaut fokussiert. Die Linse kann ihre Form Ă€ndern, um das Licht prĂ€zise auf die Netzhaut zu fokussieren - ein Prozess, der als Akkommodation bezeichnet wird.

BildĂŒbertragung und -interpretation

‍Lichtempfindliche Zellen auf der Retina (StĂ€bchen und Zapfen) nehmen das Bild auf und wandeln es in elektrische Signale um. Diese Signale werden ĂŒber den Sehnerv zum Gehirn gesendet, wo sie interpretiert werden. Dies ermöglicht uns das Sehen.

Wo und wie entsteht Fehlsichtigkeit?

Ursachen fĂŒr Fehlsichtigkeit

‍Fehlsichtigkeit tritt auf, wenn es Probleme mit der Lichtbrechung im Auge gibt. Dies kann aufgrund der LĂ€nge des Augapfels (zu lang oder zu kurz) oder wegen UnregelmĂ€ĂŸigkeiten in der Form von Hornhaut oder Linse passieren.

Kurz- und Weitsichtigkeit

‍Bei Myopie (Kurzsichtigkeit) fĂ€llt der Brennpunkt des Lichts vor die Netzhaut, da das Auge oft zu lang ist. Bei Hyperopie (Weitsichtigkeit) liegt der Brennpunkt hinter der Netzhaut, oft weil das Auge zu kurz ist.

Astigmatismus

‍Die HornhautverkrĂŒmmung entsteht, wenn die Hornhaut oder die Linse nicht gleichmĂ€ĂŸig geformt ist. Das Licht wird ungleichmĂ€ĂŸig gebrochen, was zu verzerrtem Sehen fĂŒhrt.

Kurzsichtigkeit (Myopie)

Definition und Entstehung

‍Kurzsichtigkeit, auch als Myopie bezeichnet, tritt auf, wenn das Auge in seiner LĂ€nge zu lang ist oder die Brechkraft von Hornhaut und Linse zu stark ist. Dies fĂŒhrt dazu, dass das Bild vor der Netzhaut und nicht direkt darauf fokussiert wird. Das Ergebnis ist ein unscharfes Bild von entfernten Objekten.

Symptome und Erkennung

‍Typische Anzeichen einer Myopie sind verschwommenes Sehen in der Ferne, das BedĂŒrfnis, beim Betrachten von Objekten zu blinzeln, oder das GefĂŒhl, stĂ€ndig die Augen zusammenkneifen zu mĂŒssen. Oft erkennen Menschen ihre Kurzsichtigkeit, wenn sie Schwierigkeiten haben, Straßenschilder zu lesen oder den Unterricht in der Schule zu verfolgen.

Weitsichtigkeit (Hyperopie)

Definition und Entstehung

‍Weitsichtigkeit, auch Hyperopie genannt, ist das Gegenteil von Kurzsichtigkeit. Hierbei ist das Auge oft zu kurz oder die Brechkraft von Hornhaut und Linse zu schwach, wodurch das Bild hinter der Netzhaut fokussiert wird. Betroffene können oft entfernte Objekte klarer sehen als nahegelegene.

Symptome und Erkennung

‍Anzeichen einer Hyperopie sind verschwommenes Sehen bei nahen Objekten, Augenbelastung und Kopfschmerzen nach lĂ€ngerer Naharbeit wie Lesen oder Computerarbeit. Manche Menschen erkennen ihre Weitsichtigkeit, wenn sie das GefĂŒhl haben, BĂŒcher oder Bildschirme immer weiter weg halten zu mĂŒssen.

HornhautverkĂŒrmmung (Astigmatismus)

Definition und Entstehung

‍Astigmatismus entsteht, wenn die Hornhaut oder die Linse des Auges nicht perfekt rund, sondern eher oval ist. Dies fĂŒhrt dazu, dass das Licht nicht gleichmĂ€ĂŸig gebrochen wird, was zu einem verzerrten oder verschwommenen Sehen fĂŒhren kann.

Symptome und Erkennung

‍HĂ€ufige Anzeichen eines Astigmatismus sind verschwommenes oder verzerrtes Sehen in allen Entfernungen, Augenbelastung und hĂ€ufige Kopfschmerzen. Es kann alleine auftreten oder zusammen mit Kurz- oder Weitsichtigkeit.

Alterssichtigkeit (Presbyopie)

Definition und Entstehung

‍Presbyopie ist eine natĂŒrliche VerĂ€nderung der SehfĂ€higkeit, die typischerweise im Alter von 40 Jahren beginnt. Die Linse des Auges wird weniger flexibel, wodurch das Auge Schwierigkeiten hat, sich auf nahegelegene Objekte zu fokussieren.

Symptome und Erkennung

‍Zu den ersten Anzeichen der Presbyopie gehören das BedĂŒrfnis, Texte weiter weg zu halten, Schwierigkeiten beim Lesen kleiner Schrift oder beim Arbeiten an Projekten aus der NĂ€he, sowie Kopfschmerzen oder MĂŒdigkeit nach der Naharbeit.

Grundlagen der Augenuntersuchung

ErstgesprÀch und Anamnese

‍Ein umfassendes ErstgesprĂ€ch mit einem Optiker oder Augenarzt hilft, die spezifischen Sehbeschwerden und deren möglichen Ursachen zu ermitteln. Dabei werden auch vorangegangene Augenerkrankungen, die Familiengeschichte und bisherige Sehhilfen berĂŒcksichtigt.

Sehtest

‍Ein grundlegender Sehtest, oft mit einem Snellen-Diagramm, bewertet die SehschĂ€rfe. Patienten werden gebeten, Buchstaben oder Symbole aus verschiedenen Entfernungen zu lesen.

Fortgeschrittene Diagnosetechniken

Refraktometrie

‍Mit einem Refraktometer kann die Lichtbrechung des Auges gemessen werden. Es bestimmt automatisch die Brechkraft und gibt Aufschluss ĂŒber das Ausmaß der Fehlsichtigkeit.

Keratometrie

‍Diese Methode misst die KrĂŒmmung der Hornhaut, was besonders fĂŒr die Diagnose und Behandlung von Astigmatismus nĂŒtzlich ist.

Topographie der Hornhaut

‍Ein Hornhauttopograph erstellt eine detaillierte Karte der OberflĂ€che der Hornhaut. Dies ist besonders hilfreich bei der Planung von refraktiven Chirurgien, wie z. B. LASIK.

Fundoskopie

‍Dabei wird der innere Teil des Auges, insbesondere die Netzhaut, mit einem speziellen Mikroskop betrachtet. Es ermöglicht dem Augenarzt, den Gesundheitszustand der Netzhaut und des Sehnervs zu ĂŒberprĂŒfen.

Wichtige Aspekte bei der Diagnose

Korrekte Interpretation

‍Das korrekte Interpretieren der gewonnenen Daten ist entscheidend, um den genauen Grad und die Art der Fehlsichtigkeit festzustellen.

Differenzialdiagnose

‍Es ist auch wichtig, andere Augenerkrankungen auszuschließen, die Ă€hnliche Symptome wie Fehlsichtigkeit verursachen können.

Einbindung des Patienten

‍Es ist wichtig, den Patienten in den Diagnoseprozess einzubeziehen, ihm die Ergebnisse verstĂ€ndlich zu erklĂ€ren und alle Fragen und Bedenken zu klĂ€ren.

Sehhilfen: Die traditionellen Helfer

Brillen

  • Vorteile: Bequem, vielfĂ€ltig in Design und Material, schĂŒtzt auch vor UmwelteinflĂŒssen.
  • Nachteile: Kann bei AktivitĂ€ten behindern, bei hohen Dioptrien dicker Glasrand, verĂ€ndert das Ă€ußere Erscheinungsbild.

Kontaktlinsen

  • Vorteile: Unbehindertes Sichtfeld, Ă€ndert das Ă€ußere Erscheinungsbild nicht, geeignet fĂŒr SportaktivitĂ€ten.
  • Nachteile: Erfordert sorgfĂ€ltige Hygiene, kann bei unsachgemĂ€ĂŸer Handhabung zu Infektionen fĂŒhren, nicht fĂŒr jeden geeignet.

Refraktive Chirurgie: Ein dauerhafterer Ansatz

LASIK (Laser-In-situ-Keratomileusis)

  • Vorteile: Schnelle Heilung, minimale Beschwerden, hohe Erfolgsquote.
  • Nachteile: Nicht fĂŒr jeden geeignet, mögliche Nebenwirkungen, höhere Kosten.

PRK (Photorefraktive Keratektomie)

  • Vorteile: Kein Schnitt in der Hornhaut, gut fĂŒr Menschen mit dĂŒnnerer Hornhaut.
  • Nachteile: Langsamere Heilung als LASIK, mögliche postoperative Schmerzen.

Linsenimplantation

  • Vorteile: Dauerhafte Lösung, kann auch hohe Fehlsichtigkeiten korrigieren, oft mit einer höheren SehschĂ€rfe.
  • Nachteile: Invasiver Eingriff, höhere Kosten, potenzielle Risiken.

Alternativmedizin und Naturheilverfahren

Augentraining

‍Einige glauben, dass regelmĂ€ĂŸige AugenĂŒbungen die Sehkraft verbessern können. WĂ€hrend bestimmte Übungen zur Entspannung der Augen beitragen können, gibt es keine wissenschaftlichen Beweise dafĂŒr, dass sie Fehlsichtigkeit umkehren können.

ErnÀhrung und Augengesundheit

‍Eine ausgewogene ErnĂ€hrung, die reich an Vitaminen und Antioxidantien ist, kann die Augengesundheit unterstĂŒtzen. Lutein, Zeaxanthin, Omega-3-FettsĂ€uren und bestimmte Vitamine können besonders vorteilhaft sein.

Die richtige Behandlung auswÀhlen

Beratung durch Fachleute

‍Bevor man sich fĂŒr eine Behandlungsmethode entscheidet, sollte man sich von einem Augenarzt beraten lassen, um die fĂŒr die individuelle Situation am besten geeignete Option zu wĂ€hlen.

Kosten-Nutzen-Analyse

‍Bei der Auswahl einer Behandlung sollte man nicht nur die medizinischen, sondern auch die finanziellen Aspekte berĂŒcksichtigen. Es ist wichtig, die langfristigen Kosten und Vorteile jeder Option zu bewerten.

Technologie in der Diagnostik

Adaptive Optik

‍Moderne Technologien, wie die adaptive Optik, ermöglichen es, die Struktur und Funktion des Auges mit bisher unerreichter PrĂ€zision zu untersuchen. Dies gibt AugenĂ€rzten bessere Informationen ĂŒber die individuelle Beschaffenheit des Auges eines Patienten.

3D-Augenscans

‍Dank 3D-Scantechnologien können Mediziner das Auge in drei Dimensionen visualisieren und so genaue Karten erstellen, die bei chirurgischen Eingriffen oder bei der Anpassung von Kontaktlinsen hilfreich sein können.

Fortschritte in der refraktiven Chirurgie

Femtosekunden-Laser

‍Im Vergleich zu Ă€lteren Lasern bietet der Femtosekundenlaser eine grĂ¶ĂŸere PrĂ€zision bei der Behandlung von Fehlsichtigkeiten, insbesondere bei komplizierten FĂ€llen.

Personalisierte Laserbehandlung

‍Technologische Fortschritte haben es ermöglicht, LASIK-Eingriffe stĂ€rker zu individualisieren. Dabei werden die spezifischen UnregelmĂ€ĂŸigkeiten jedes Auges berĂŒcksichtigt, was zu besseren Ergebnissen fĂŒhren kann.

Fortschritte bei Sehhilfen

Smart Glasses

‍Moderne Brillen sind nicht mehr nur passive Sehhilfen. Smart Glasses können sich an unterschiedliche Sehanforderungen anpassen, Daten anzeigen oder sogar mit digitalen GerĂ€ten interagieren.

Bionische Kontaktlinsen

‍Diese Linsen gehen ĂŒber die bloße Sehkorrektur hinaus. Sie könnten in der Lage sein, Informationen direkt auf die Retina zu projizieren, den Blutzuckerspiegel zu ĂŒberwachen oder andere gesundheitliche Daten in Echtzeit zu liefern.

Die Bedeutung der Forschung

Genetik und Fehlsichtigkeit

‍Die Erforschung der Genetik hat unser VerstĂ€ndnis darĂŒber erweitert, warum einige Menschen fehlsichtig werden. ZukĂŒnftige Therapien könnten auf genetischer Ebene ansetzen, um Fehlsichtigkeit zu verhindern oder zu behandeln.

Stammzellenforschung

‍Stammzellen bieten das Potenzial, beschĂ€digtes oder degeneriertes Gewebe im Auge zu ersetzen. Dies könnte revolutionĂ€re Behandlungen fĂŒr eine Vielzahl von Sehstörungen ermöglichen, einschließlich einiger Formen von Fehlsichtigkeit.

Die Rolle von Lebensstil und ErnÀhrung

Gesunde ErnĂ€hrung fĂŒr gesunde Augen

  • Antioxidantien und Augengesundheit: Lebensmittel reich an Vitamin C, Vitamin E und Zink können helfen, das Risiko von altersbedingten Augenerkrankungen zu reduzieren.
  • Omega-3-FettsĂ€uren: Fisch und Flachsöl können trockenen Augen entgegenwirken und die Gesundheit der Retina unterstĂŒtzen.
  • Karotinoide: Lutein und Zeaxanthin, oft in dunklem BlattgemĂŒse gefunden, schĂŒtzen die Augen vor schĂ€dlichem blauen Licht.

Die Bedeutung von regelmĂ€ĂŸigen Pausen

‍FĂŒr diejenigen, die viel Zeit vor Bildschirmen verbringen, ist die "20-20-20"-Regel ein nĂŒtzlicher Tipp: Alle 20 Minuten eine 20-sekĂŒndige Pause einlegen und auf etwas in 20 Fuß (ca. 6 Meter) Entfernung schauen.

Schutz vor externen Faktoren

Sonnenschutz

  • UV-Strahlen: Eine stĂ€ndige Exposition gegenĂŒber UV-Strahlen kann das Risiko fĂŒr Katarakte und andere Augenerkrankungen erhöhen. Eine Sonnenbrille mit 100% UV-Schutz ist unerlĂ€sslich.
  • Blaulicht: Auch wenn der Zusammenhang zwischen Blaulicht von Bildschirmen und Augenerkrankungen noch untersucht wird, schadet es nicht, schĂŒtzende BrillenglĂ€ser oder Bildschirmfilter zu verwenden.

Augenschutz bei der Arbeit und beim Sport

  • Schutzbrillen: Bei gefĂ€hrlichen Arbeiten oder beim Sport sollte immer eine geeignete Schutzbrille getragen werden, um Verletzungen zu vermeiden.

Die Wichtigkeit von regelmĂ€ĂŸigen Augenuntersuchungen

Selbst wenn man keine sichtbaren Probleme mit den Augen hat, sind regelmĂ€ĂŸige Untersuchungen unerlĂ€sslich, um potenzielle Probleme frĂŒhzeitig zu erkennen und zu behandeln. Besonders bei erblich bedingten Augenerkrankungen oder bei Menschen ĂŒber 40 sollte die HĂ€ufigkeit der Untersuchungen erhöht werden.

FrĂŒherkennung bei Kindern

Kinder sollten ihre Augen regelmĂ€ĂŸig untersuchen lassen, da frĂŒh erkannte Sehprobleme oft leichter zu korrigieren sind und die Entwicklung des Sehvermögens beeinflussen können.

Die emotionale Seite von Sehproblemen

Selbstwahrnehmung und SelbstwertgefĂŒhl

‍Viele Menschen, besonders Jugendliche, können sich durch das Tragen von Brillen oder anderen Sehhilfen unsicher fĂŒhlen. Die Angst vor dem Stigma oder der eigenen verĂ€nderten Erscheinung kann das Selbstbild beeintrĂ€chtigen.

Angst und Frustration

‍Das Erleben von Sehproblemen kann zu Ängsten fĂŒhren, insbesondere wenn diese Probleme plötzlich auftreten oder sich schnell verschlechtern. Die tĂ€gliche BewĂ€ltigung kann zu Frustration fĂŒhren, besonders wenn Alltagsaufgaben schwierig werden.

Die sozialen Auswirkungen von Fehlsichtigkeit

Interaktion und Kommunikation

‍Augenkontakt ist ein zentraler Bestandteil der menschlichen Kommunikation. Menschen mit Sehproblemen könnten Schwierigkeiten haben, nonverbale Signale zu erkennen oder Augenkontakt zu halten, was die soziale Interaktion beeintrĂ€chtigen kann.

AktivitÀtseinschrÀnkungen

‍Bestimmte AktivitĂ€ten, wie Sport oder Fahren, können durch Sehprobleme eingeschrĂ€nkt oder riskant werden, was die sozialen Möglichkeiten und das GefĂŒhl der UnabhĂ€ngigkeit beeintrĂ€chtigen kann.

Anpassung und Akzeptanz

Anerkennung der eigenen Situation

‍Es ist wichtig, die eigene SehschwĂ€che oder Fehlsichtigkeit zu akzeptieren und sich bewusst zu machen, dass Sehhilfen oder Behandlungen nicht als SchwĂ€che, sondern als Mittel zur Verbesserung gesehen werden sollten.

Suche nach UnterstĂŒtzung

‍GesprĂ€chstherapie, Selbsthilfegruppen oder der Austausch mit anderen Betroffenen können eine große Hilfe sein, um die eigenen GefĂŒhle zu verarbeiten und Strategien zur BewĂ€ltigung zu entwickeln.

Positives Selbstbild fördern

‍Es ist wichtig, sich daran zu erinnern, dass man nicht allein durch seine SehfĂ€higkeit definiert wird. Selbstakzeptanz und Selbstliebe sind entscheidend, um ein positives Selbstbild zu pflegen, unabhĂ€ngig von der Sehkraft.

Augentraining und SehĂŒbungen

Bates-Methode

‍Dr. William Bates entwickelte diese Methode Anfang des 20. Jahrhunderts. Sie basiert auf einer Reihe von Übungen, um die Augenmuskulatur zu stĂ€rken und das Sehvermögen zu verbessern. Kritiker argumentieren jedoch, dass wissenschaftliche Beweise fĂŒr ihre Wirksamkeit fehlen.

Augen-Yoga

‍Einige glauben, dass spezielle Yoga-Übungen helfen können, die Augen zu entspannen und das Sehvermögen zu verbessern. Auch hier gibt es gemischte Meinungen bezĂŒglich der Wirksamkeit.

NatĂŒrliche und pflanzliche Heilmittel

Blaubeeren und Bilberry-Extrakt

‍Traditionell werden Blaubeeren und Bilberry (Heidelbeere) wegen ihrer antioxidativen Eigenschaften und ihrer positiven Auswirkungen auf das Sehvermögen geschĂ€tzt.

Ginkgo Biloba

‍Einige Untersuchungen deuten darauf hin, dass Ginkgo Biloba die Durchblutung des Auges verbessern und zur Behandlung einiger Augenkrankheiten beitragen kann.

Akupunktur und traditionelle chinesische Medizin (TCM)

Energetische Bahnen

‍In der TCM wird angenommen, dass die Augen mit inneren Organen ĂŒber energetische Bahnen, sogenannte Meridiane, verbunden sind. Akupunktur kann eingesetzt werden, um das energetische Gleichgewicht wiederherzustellen und das Sehvermögen zu verbessern.

Atemtechniken und Meditation

Entspannung und Stressabbau

‍Stress kann zu Augenbelastung fĂŒhren. Atemtechniken und Meditation können helfen, den Stress abzubauen und so das Sehvermögen indirekt positiv zu beeinflussen.

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Fragen & Antworten

Was ist Fehlsichtigkeit?

Fehlsichtigkeit bezieht sich auf Sehstörungen, bei denen das Auge nicht in der Lage ist, ein klares Bild auf der Netzhaut zu erzeugen. Dies kann durch verschiedene Faktoren verursacht werden, einschließlich der Form des Auges oder der ElastizitĂ€t der Augenlinse.

Welche Arten von Fehlsichtigkeiten gibt es?
  • Kurzsichtigkeit (Myopie): Hierbei sieht man nahe Objekte klar, wĂ€hrend entfernte Objekte unscharf erscheinen.
  • Weitsichtigkeit (Hyperopie): Entfernte Objekte werden klarer gesehen als nahe Objekte.
  • HornhautverkrĂŒmmung (Astigmatismus): Hierbei ist die Hornhaut unregelmĂ€ĂŸig geformt, was zu verzerrten oder unscharfen Bildern fĂŒhrt.
  • Alterssichtigkeit (Presbyopie): Mit zunehmendem Alter verliert die Augenlinse ihre ElastizitĂ€t, was das Sehen in der NĂ€he erschwert.

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Was verursacht Fehlsichtigkeiten?

Fehlsichtigkeiten können durch verschiedene Faktoren verursacht werden, einschließlich genetischer Veranlagung, Alter, Krankheiten, Medikamente oder Augenverletzungen. HĂ€ufig sind die Ursachen eine Kombination aus genetischen und Umweltfaktoren.

Wie werden Fehlsichtigkeiten korrigiert?

Es gibt mehrere Möglichkeiten, Fehlsichtigkeiten zu korrigieren:

  • Brillen: Am hĂ€ufigsten verwendet, um das Licht, das ins Auge einfĂ€llt, richtig zu brechen.
  • Kontaktlinsen: Funktionieren Ă€hnlich wie Brillen, liegen aber direkt auf dem Auge.
  • Augen lasern: Beinhaltet chirurgische Eingriffe wie LASIK oder PRK, die die Form der Hornhaut verĂ€ndern, um das Sehvermögen zu verbessern.
  • Linsenimplantation: Werden ins Auge eingesetzt und können die natĂŒrliche Linse ersetzen.

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Sind Fehlsichtigkeiten heilbar?

Viele Fehlsichtigkeiten können effektiv korrigiert, aber nicht vollstÀndig "geheilt" werden. Brillen, Kontaktlinsen und chirurgische Eingriffe können das Sehvermögen erheblich verbessern, aber das zugrunde liegende Problem, z.B. die Form des Auges, bleibt oft bestehen. Einige Augenbedingungen können jedoch durch refraktive Chirurgie oder andere Behandlungen dauerhaft korrigiert werden.

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