Hornhautverkrümmung (Astigmatismus)

Bei der Hornhautverkrümmung, auch Stabsichtigkeit oder Astigmatismus genannt, ist die Hornhaut zumeist nicht rund wie etwa bei einem Basketball, sondern oval wie zum Beispiel bei einem amerikanischen Football. Dadurch werden die Lichtstrahlen ungleichmäßig gebrochen und nur ungenügend gebündelt. Als Folge entsteht ein verzerrtes oder verschobenes Bild. So sehen Stabsichtige beispielsweise einen Punkt wie einen Stab. Fast alle Fehlsichtigen haben auch einen gewissen Grad an Astigmatismus. Patienten mit hohem Astigmatismus erhalten nicht nur ein verschwommenes Bild von Gegenständen in der Ferne, sondern auch von Gegenständen in der Nähe.

Hornhautverkrümmung
© Grafik mit freundlicher Genehmigung von Bausch und Lomb

Um den Astigmatismus zu korrigieren, bedient man sich sogenannter Zylindergläser, deren Position vor dem Auge eine genau definierte Richtung aufweisen muss. Auf dem Brillenrezept wird daher nicht nur der Wert des Zylinders in Dioptrien, sondern zusätzlich noch die Lage der Zylinderachse in Winkelgraden angegeben, also z. B. -2,5 Dioptrien, Achse 75°. Der Astigmatismus lässt sich ebenfalls bis zu einem gewissen Maß refraktiv chirurgisch behandeln.

Klinikum für Augenheilkunde
Johann Wolfgang Goethe-Universität
Frankfurt am Main
- Refraktive Chirurgie -
Prof. Dr. med. T. Kohnen
Theodor-Stern-Kai 7 / Haus 8B
60590 Frankfurt/Main

Telefon: 069-63015618
e-mail: info@refraktiv.com